Sat, 02:48 24 May 2008 GMT17

 

Birma: Delta-Region am schwersten betroffen
07 May 2008 14:14:00 GMT
Diakonie Katastrophenhilfe
Reuters and AlertNet are not responsible for the content of this article or for any external internet sites. The views expressed are the author's alone.
diakonie logo
Diakonie Katastrophenhilfe leistet Soforthilfe für rund 25.000 Menschen Stuttgart, 7. Mai 2008. Fuenf Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm "Nargis" in Birma organisiert die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihrer Partnerorganisation FREDA die Soforthilfe in der am schwersten betroffenen Delta-Region des Irrawaddy-Flusses. Rund 25.000 Menschen sollen mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Medikamenten sowie Planen für provisorische Unterkuenfte in der ersten Nothilfe-Phase unterstuetzt werden, berichtet Mitarbeiter Peter Rottach, der auf dem Weg in das Notstandsgebiet ist. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat 50.000 Euro fuer Soforthilfe bereit gestellt. FREDA verfuegt in dem Gebiet ueber rund 60 Mitarbeiter.

Lebensmittel seien noch auf den Maerkten in Rangun zu kaufen, berichtet Rottach. "Die letzte Ernte in Birma ist gut ausgefallen. So kann man zumindest die ersten Tage ueberbruecken, damit die Menschen nicht Hunger leiden muessen", betont der Experte. Unterdessen wird das Ausmass der Zerstoerung immer deutlicher. Ein Mitarbeiter von FREDA (Forest Resource Environment Development and Conservation Association) in Rangun berichtete am Telefon von einem Truemmerfeld. "Es sieht aus, als wenn hier Elefanten durchgezogen waeren", sagte er. Die Diakonie Katastrophenhilfe fordert ausserdem, schon jetzt ueber die Akuthilfe hinauszudenken. FREDA-Mitarbeiter haetten darauf hingewiesen, dass dringend Hilfe fuer den Wiederaufbau zerstoerter Haeuser benoetigt werde. Wegen des akuten Trinkwasser-Mangels im Delta-Gebiet aufgrund der Versalzung der Boeden, sollten die Haeuser mit einer Regenwasser-Sammelanlage ausgestattet werden.

Die Nichtregierungsorganisation FREDA, die schwerpunktmaessig im Umweltschutz arbeitet, wird von der Diakonie Katastrophenhilfe seit laengerem bei Erhalt und Aufforstung von Mangrovenwaeldern an der Kueste unterstuetzt. Bisher sind Tausende von Hektar wieder aufgeforstet worden. Durch einen Mangrovenguertel seien die Menschen Stuermen nicht mehr schutzlos ausgeliefert, so Rottach. Die Regierung Birmas habe jedoch die Abholzung der Mangrovenwaelder zugunsten des Reisanbaus gefoerdert, kritisiert der Experte. "Wir tun alles, um die Abholzung zu stoppen." Ein Vergleich zeigt das Ausmass der Zerstoerung. Hat es 1920 noch mehr als 300.000 Hektar gegeben, sind die Mangrovenwaelder laut Rottach bis 2005 auf 14 Prozent (45.000 Hektar) geschrumpft.

Entschieden kritisiert Rottach die fehlende Katastrophenvorsorge. Im benachbarten Bangladesch, wo 1991 mehr als 140.000 Menschen einem Zyklon zum Opfer fielen, wuerden inzwischen Vorsorgemassnahmen an der Kueste die Folgen der Stuerme erheblich abmildern. Auch habe es in Birma keinerlei Fruehwarnsystem fuer die dicht besiedelte Delta-Region gegeben, wo die Bevoelkerung in den vergangenen Jahren massiv gewachsen ist.

Peter Rottach ist ab Freitag in Birma und steht dort fuer Interviews zur Verfuegung. Fuer ihre Hilfe in Birma bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: "Zyklon Birma".

Spendenkonten: Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/zyklon-birma Caritas international: Konto 202, Bank fuer Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder online www.caritas-international.de

Fuer Rueckfragen und Interviewwuensche: Rainer Lang: 0711-2159-147 oder 0175-40 69 316

[ Any views expressed in this article are those of the writer and not of Reuters. ]

Related articles

Breaking stories
Asia G8 climate talks to seek momentum on emission cuts

Asia G8 climate talks to seek momentum on emission cuts

AlertNet insight
Asia Donors to thrash out climate change funding row

Aid agency news feed
World Concern Reports Positive Changes in Myanmar

Blogs
Asia AID WORKER DIARY: The challenges of the Myanmar operation

Maps
Damage Assessment for Unnamed Village West of Thebyugyaung, Labutta, Myanmar


Country information


Del.icio.us Del.icio.us  |   Digg Digg  |   NewsVine NewsVine  |   Reddit Reddit   
Thumb for /thefacts/imagerepository/RTRPICT/2008-05-23T153038Z_01_BAN203_RTRIDSP_2_MYANMAR-CYCLONE-BAN_mainimage.jpg|/thenews/pictures/BAN203.htm
Thumb for /thefacts/imagerepository/RTRPICT/2008-05-23T104201Z_01_KOB300_RTRIDSP_2_CLIMATE-G8_mainimage.jpg|/thenews/pictures/KOB300.htm
Thumb for /thefacts/imagerepository/RTRPICT/2008-05-22T154328Z_01_SIN101_RTRIDSP_2_MYANMAR-CYCLONE_mainimage.jpg|/thenews/pictures/SIN101.htm
Thumb for /thefacts/imagerepository/RTRPICT/2008-05-22T154238Z_01_SIN104_RTRIDSP_2_MYANMAR-CYCLONE_mainimage.jpg|/thenews/pictures/SIN104.htm
Thumb for /thefacts/imagerepository/RTRPICT/2008-05-22T154137Z_01_SIN100_RTRIDSP_2_MYANMAR-CYCLONE_mainimage.jpg|/thenews/pictures/SIN100.htm

U.N. Secretary General Ban Ki-Moon waves to photographers after arriving at Bangkok's Suvarnabhumi international airport May 23, 2008. Myanmar's Senior General Than Shwe agreed on Friday to let in "all" aid ...



URL: http://www.alertnet.org/thenews/fromthefield/diakonie/121017003481.htm

For our full disclaimer and copyright information please visit http://www.alertnet.org