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Simbabwe: Missachtung der Zivilgesellschaft
27 Jun 2008 11:47:00 GMT
Diakonie Katastrophenhilfe
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Lage koennte außer Kontrolle geraten, warnt Direktorin Fuellkrug-Weitzel

Stuttgart, 27. Juni 2008. Die Direktorin der evangelischen Hilfswerke "Brot fuer die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe, Pfarrerin Cornelia Fuellkrug-Weitzel, hat vor einer weiteren Verschaerfung der Lage in Simbabwe gewarnt. Die heutige Stichwahl bezeichnete sie als "blanke Perversion der Demokratie". Sie sei eine Missachtung der Zivilgesellschaft, so Fuellkrug-Weitzel. "Wir bewundern den Schritt der Opposition, durch Verzicht auf Teilnahme an der Wahl ihren Teil zur Gewaltverminderung zu leisten."

"Wir setzen in dieser Situation allerdings nicht auf weiteren Druck von aussen, schon gar nicht militaerischen", erklaerte Fuellkrug-Weitzel. Angsterzeugung bei einem Angstgetriebenen sei kein Heilmittel, sondern treibe die Fieberkurve in die Hoehe. Fuellkrug-Weitzel setzt auf die afrikanischen Kirchen als eine Kraft, den Konflikt zu entschaerfen: "Sie koennen und sollten ihre in Jahrzehnten erprobte und mehrfach bewaehrte pastorale und versoehnende Kraft im Dienst des Friedens, der Demokratie und der Menschenrechte einsetzen. Wir werden sie dabei unterstuetzen."

"Brot für die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe unterstuetzen seit Jahren lokale Partnerorganisationen, die sich für die Staerkung der Zivilgesellschaft sowie fuer die Ernaehrungssicherung der laendlichen Bevoelkerung, die Verbesserung der Bildung sowie die Aidsvorsorge engagieren. Die rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der lokalen Partner mussten angesichts des Drucks von Seiten der Regierung und der eskalierenden Gewalt im Vorfeld der Stichwahl ihre Arbeit weitgehend einstellen.

Beide evangelischen Hilfswerke hoffen, die Arbeit schnellstmoeglich wieder aufnehmen zu koennen und fordern einen gewaltfreien Raum, der Nichtregierungsorganisationen ihre Arbeit garantiert.

Fuer Rueckfragen und Interviewwuensche: Stefan Libisch: 0049/(0)711/2159-373

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