Simbabwe: Missachtung der Zivilgesellschaft
Diakonie Katastrophenhilfe
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Lage koennte außer Kontrolle geraten, warnt Direktorin Fuellkrug-Weitzel
Stuttgart, 27. Juni 2008. Die Direktorin der evangelischen Hilfswerke "Brot fuer
die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe, Pfarrerin Cornelia Fuellkrug-Weitzel,
hat vor einer weiteren Verschaerfung der Lage in Simbabwe gewarnt. Die
heutige Stichwahl bezeichnete sie als "blanke Perversion der Demokratie". Sie
sei eine Missachtung der Zivilgesellschaft, so Fuellkrug-Weitzel. "Wir bewundern den Schritt der Opposition, durch Verzicht auf Teilnahme an der
Wahl ihren Teil zur Gewaltverminderung zu leisten."
"Wir setzen in dieser Situation allerdings nicht auf weiteren Druck von aussen, schon
gar nicht militaerischen", erklaerte Fuellkrug-Weitzel. Angsterzeugung bei einem
Angstgetriebenen sei kein Heilmittel, sondern treibe die Fieberkurve in die Hoehe.
Fuellkrug-Weitzel setzt auf die afrikanischen Kirchen als eine Kraft, den Konflikt zu
entschaerfen: "Sie koennen und sollten ihre in Jahrzehnten erprobte und mehrfach
bewaehrte pastorale und versoehnende Kraft im Dienst des Friedens, der Demokratie
und der Menschenrechte einsetzen. Wir werden sie dabei unterstuetzen."
"Brot für die Welt" und Diakonie Katastrophenhilfe unterstuetzen seit Jahren lokale
Partnerorganisationen, die sich für die Staerkung der Zivilgesellschaft sowie fuer die
Ernaehrungssicherung der laendlichen Bevoelkerung, die Verbesserung der Bildung sowie die Aidsvorsorge engagieren. Die rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der lokalen Partner mussten angesichts des Drucks von Seiten der Regierung und der eskalierenden Gewalt im Vorfeld der Stichwahl ihre Arbeit weitgehend einstellen.
Beide evangelischen Hilfswerke hoffen, die Arbeit schnellstmoeglich wieder aufnehmen zu koennen und fordern einen gewaltfreien Raum, der
Nichtregierungsorganisationen ihre Arbeit garantiert.
Fuer Rueckfragen und Interviewwuensche:
Stefan Libisch: 0049/(0)711/2159-373
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